March 7, 2007

Babels Bibliothek bei Google


(Pronto tendremos a un digitalizado Joyce en alemán. Un punto más en favor de la tschikimikísima Muc... leider.)

Das Suchportal Google Buchsuche wird in den kommenden Jahren rund eine Million Bücher der Bayerischen Staatsbibliothek digitalisieren und im Internet zur Verfügung stellen. Die Texte der rechtefreien Bücher können dadurch weltweit durchsucht, gelesen und sogar heruntergeladen werden. Die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) ist die erste große Bibliothek in Deutschland, die sich an dem weltweiten Projekt beteiligt.

Die exklusive Partnerschaft zwischen Google und der BSB bringt beiden Seiten Vorteile: Google erhält einen großen Imagegewinn und auf Dauer die Gewissheit, dass die digitalisierten Bestände nur über Google gefunden werden. Dafür trägt der amerikanische Konzern die gesamten Kosten der Digitalisierung.

Der bayerische Wissenschaftsminister Thomas Goppel betonte den Wert der Digitalisierung für Forschung und Wissenschaft. Künftig könnten die rechtefreien Bestände der BSB über das Internet effektiv durchforstet und direkt am PC zu Hause gelesen werden.

Besonders erfreut zeigte sich Goppel darüber, dass sich durch die Kooperation "die Digitalisierung für den Freistaat Bayern kostenneutral und effizient durchführen" lässt. Zudem werden die Bücher in Bayern digitalisiert und dies schaffe Arbeitsplätze. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk sprach Goppel von rund 50 Stellen, die geschaffen würden, um mindestens in den kommenden fünf Jahren Bücher zu digitalisieren und für die Suche im Internet aufzubereiten.

Kritiker dagegen sehen in der Digitalisierung der BSB-Bücher durch Google eine einseitige Bevorzugung der mächtigen Internetsuchmaschine. Auch weil bei Google Buchsuche Bücher gefunden werden, die noch nicht rechtefrei sind, hat der amerikanische Schriftstellerverband den Konzern verklagt.

2 comments:

Wolfgang said...

"Un punto más en favor de la tschikimikísima Muc... leider." — Aber nein. München selbst wird ja dadurch noch überflüssiger werden...

Enrique G de la G said...

Hahahaha... stimmt's! Nun soll man in situ von den berlinischen Bibliotheken profitieren, nicht wahr?, da die münchenere Stabi bald online zu lesen wird.

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